Die weitaus bekanntere und üblichere Variante im Verbindung mit einer Personalrestrukturierung als die Transferagentur ist die Einrichtung einer Transfergesellschaft (BeE) für längstens 12 Monate. In der Regel wird hierfür ein Dienstleister beauftragt, aber das abgebende Unternehmen kann diese auch selbst einrichten und externe Berater mit der Betreuung beauftragen. 

Auch hier ist es absolut notwendig zu einem sehr frühen Zeitpunkt die für Sie zuständige Agentur für Arbeit einzubinden, da diese beratend in die Sozialplanverhandlungen einbezogen werden muss. Dies kann sowohl durch den Betriebsrat als auch durch die Geschäftsleitung erfolgen. Für weitere Informationen und entsprechender Unterstützung stehen wir Ihnen zur Verfügung.

Durch den Abschluss eines dreiseitigen Vertrages gehen die betroffenen Mitarbeiter ein befristetes Arbeitsverhältnis für die Dauer ihres individuellen Anspruches mit der betriebsorganisatorisch selbstständigen Einheit ein. Während der Laufzeit der Transfergesellschaft finden eine Reihe an unterstützenden Maßnahmen zur Selbsthilfe statt. Ziel der Maßnahmen ist immer die Vermittlung in ein neues Arbeitsverhältnis und somit die Vermeidung von Arbeitslosigkeit. Je individueller die Beratung und Begleitung erfolgen kann, desto besser sind die Chancen direkt wieder in den ersten Arbeitsmarkt zurückkehren zu können. Neben der Beratung organisiert die BeE notwendige Qualifizierungsmaßnahmen, um eventuell bestehende Defizite aufzuarbeiten oder Mitarbeiter auf die aktuellen Anforderungen der künftigen Arbeitgeber hin zu qualifizieren.

Unterstützt werden die Mitarbeiter zusätzlich durch das Jobhunting der Transfergesellschaft. Gute regionale Kontakte sind hier nützlich, aber nicht zwingend erforderlich. Um den größtmöglichen Erfogl sicher zustellen, arbeiten wir ausschließlich mit langfristig erfahrenen Betreuern zusammen. Betriebliche Kurzpraktika bei einem potentiellen neuen Arbeitgeber können die Vermittlungschancen der Betroffenen erhöhen.

Die Kosten teilen sich in der Regel die Agentur für Arbeit (Transfer-Kug) und das abgebende Unternehmen (Aufstockung des Transfer-Kug, Sozialversicherungsbeiträge, Lohnleistungen für Urlaub und Feiertage). Weitere Kosten entstehen für Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung. Diese können anteilig von der Agentur für Arbeit aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds übernommen werden. 

Eine interessante Möglichkeit ist die Kombination aus Transferagentur und Transfergesellschaft. Durch den frühzeitigen Start einer Transferagentur können zügig vermittlungsunterstützende Maßnahmen gestartet werden. Diese werden bereits durch die Agentur für Arbeit unter bestimmten Voraussetzungen zu 50% gefördert. Die betroffenen Mitarbeiter können zu diesem frühen Zeitpunkt mobilisiert und deren Arbeitsmarktchancen durch zielgerichtete Kurzqualifikationen erhöht werden.

Eine erfolgreiche Transferagentur kann die Zahl derjenigen reduzieren, die in eine Transfergesellschaft wechseln. Dies wiederum reduziert die Kosten für eine Transfergesellschaft zum Vorteil aller Beteiligten.

Sprechen Sie uns an! Einer unser Fairplacementberater erläutert Ihnen gerne ausführlich die möglichen Maßnahmen und stellt Ihnen unser Konzept einer Transfergesellschaft vor.